Die Zukunft der Stromversorgung
WAGO gründet die WAGO Electronics GmbH und unterstreicht damit die Relevanz der Stromversorgungen.

Im August 2020 gründet WAGO die WAGO Electronics GmbH, im März 2021 erfolgte nun der Umzug zum neuen Standort in Erwitte.
Dort sollen die Stromversorgungs-Experten gemeinsam mit unserer Business Unit Interface Electronics neue Innovationen entwickeln. Als Geschäftsführer konnte dafür Dennis Dusny gewonnen werden.
Im Interview berichten die beiden Geschäftsführer Klaus Böhmer (links im Bild) und Dennis Dusny (rechts im Bild), was WAGO Electronics ist, welche Vorteile die Gründung mit sich bringt sowie die Zielsetzung der neuen Gesellschaft.
WAGO gründet die WAGO Electronics GmbH und übernimmt Entwicklungsspezialisten vom Entwicklungspartner AEconversion. Warum dieser Schritt?
Klaus Böhmer:
Eigenentwickelte Stromversorgungen sind ein wichtiges Wachstumsfeld für WAGO. Um weitere Entwicklungsprojekte neben den laufenden Pro 2 Aktivitäten einlasten zu können, war es für uns wichtig, das Entwicklungs-Know-how dauerhaft zu sichern und auszubauen. Um das Team als eine agile Einheit und dazu in der räumlichen Nähe des AEconversion Standortes zu belassen, wurde die WAGO Electronics GmbH gegründet.
Die Business Unit Interface Electronics erhält damit einen zweiten Entwicklungsstandort. Welche Aufgaben übernimmt WAGO Electronics in Zukunft?
Klaus Böhmer:
WAGO Electronics GmbH ist zwar eine eigenständige Gesellschaft, sie gehört aber voll und ganz zur Business Unit Interface Electronics. Zwar gibt es nun zwei Standorte für die BU, entscheidend sind aber die jeweils angesiedelten Kompetenzen. WAGO Electronics hat dabei den Schwerpunkt Stromversorgungen und hierbei insbesondere die Entwicklung der Produktlinien Pro 2 und Eco 2 sowie zukünftig DC/DC Converter. Zudem sollen sie von Serienprodukten abgeleitete kundenspezifische Lösungen entwickeln und betreuen. Interface Electronics in Minden wird wir gehabt alle anderen der Business Unit zugeordneten Produktlinien verantworten.
Mehr Effizienz und Transparenz – das sind grundsätzliche strategische Ziele bei WAGO. Wie zahlt die neue Organisation darauf ein?
Klaus Böhmer:
Klare Verantwortlichkeiten verteilt auf agile Teams sind die Voraussetzung für Effizienz und Transparenz. Mit der Ausbildung von Kompetenzzentren erwarten wir bei gleichzeitig enger Zusammenarbeit mehr Output. Es wird nicht mehr parallel entwickelt, sondern eine Entwicklung soll als Plattform mehrfach für die unterschiedlichen Produktlinien verwendet werden. Dies setzt den permanenten Austausch zwischen den Teams voraus und das wollen wir mit der neuen Organisation so leben.

Was sind die nächsten Schritte mit WAGO Electronics und wie ist das Team aufgebaut?
Klaus Böhmer:
Zunächst gilt es, sich von der alten Struktur abzunabeln. Im März 2021 hat WAGO Electronics neue Räumlichkeiten in Erwitte bezogen. Das Team wird über die Zeit weiter aufgebaut, bleibt aber fokussiert auf Entwicklungstätigkeiten. Aufgaben wie Buchhaltung und Controlling werden vom Shared Service Center in Minden übernommen. Auch Dienstleistungen im Bereich Recht, Personal und IT kommen vom Stammhaus. All das funktioniert übrigens hervorragend – deshalb an dieser Stelle ein großes Lob und herzlichen Dank an alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen in Minden. Nur durch die außerordentlich gute Unterstützung war es möglich, in extrem kurzer Zeit diese neue Gesellschaft aus dem Boden zu stampfen.
Dennis Dusny:
Meine Vision ist, WAGO Electronics zu einer möglichst starken Unternehmenstochter zu entwickeln, welche im Bereich der Leistungselektronik auch am Markt wahrgenommen wird. Mein Anspruch ist dabei, mit kurzen Wegen, effiziente Prozesse darzustellen, und mit einem motivierten Team technisch anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Das für uns gewohnte familiäre Arbeitsumfeld sehe ich hierzu als wichtigen Stützpfeiler.
Drei Fragen an Dennis Dusny:
In welchem Bereich waren Sie vorher tätig und was genau machen Sie jetzt?
Bei AEconversion war ich für die Bereiche Vertrieb und Projektmanagement zuständig. Beide Themenfelder sind gerade bei kundenspezifischen Entwicklungen sehr eng miteinander verbunden. Als einer von zwei Geschäftsführern ist nun meine Aufgabe WAGO Electronics weiterzuentwickeln. Neben den Produkten für WAGO ist es unser Anspruch, auch Produktentwicklungen für Drittkunden anzubieten. Die letzten Monate waren zudem vom Aufbau unseres neuen Standorts in Erwitte geprägt.
Welche Intention gab es mit WAGO zusammenzuarbeiten?
WAGO war seinerzeit auf der Suche nach Expertise für eigene Entwicklungen, um die Position am Markt von industriellen Stromversorgungen weiter auszubauen. In dieses Profil hat unser Team gepasst. Auf zwei anfängliche Projekte folgte dann die Pro 2 Gerätefamilie. Die Zusammenarbeit wurde intensiver. Dieses dann noch weiter auszubauen war die logische Konsequenz.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit unternehme ich viel mit meiner Familie, besonders freue ich mich auch immer wieder auf gemeinsame Projekte in Haus und Garten. Viel zu selten hatte ich zuletzt meine Gitarre in den Fingern, vielleicht wird es im Frühjahr wieder mehr. Das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr ist für mich in den letzten Jahren ein wichtiger Ausgleich geworden.